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Der vorliegende Beitrag diskutiert ausgehend von Annie Ernaux’ literarischem Werk La honte ein affiziertes Erleben als Ausdruck des Affekts der Scham und diesen Ausdruck als Prob-lem einer soziologischen Theorie der Scham. Die Scham wird dabei als Affekt einer Ausdruckshemmung und Erfahrung einer sozialen Vernichtung gezeigt, der mit antizipierten und vorweggenommenen Kom-munikationsabbrüchen einhergeht. Vor dem Hintergrund von Erving Goffmans Überlegungen zum Co-oling Out und Niklas Luhmanns Überlegungen zu einer soziologischen Theorie der Gefühle wird die spe-zifische Zeitlichkeit der Scham der Ich-Erzählerin des Textes herausgearbeitet: Die Scham charakterisiert das Ausbleiben fester Relationierungen wie wiederholbarer kommunikativer Anschlüsse und Verhaltens-erwartungen; soziale Integration gelingt für die Ich-Erzählerin immer nur prekär und als Erfahrung eines Davongekommenseins. Die abschließenden Überlegungen diskutieren diesen Aspekt der Scham als Prob-lem einer soziologischen Theorie der Scham im Hinblick auf eine soziologische Theorie der Emotionen. \n
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