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Im individualisierten Unterricht erhalten Lernende besondere Verantwortung für die Nutzung der zur Verfügung gestellten Unterrichtszeit. Bislang existieren nur wenige Studien im Bereich der Unterrichtsforschung, die diese Praxis des individualisierten Lernens empirisch untersuchen. Die vorliegende Studie verfolgt das Ziel, die Ausgestaltung des individualisierten Unterrichts am Beispiel der aktiven Lernzeit explorativ zu beschreiben. Hierfür wurde der Unterricht einer Gemeinschaftsschule im so genannten „Lernbüro“ in drei Klassen aus dem Sekundarbereich mit insgesamt 42 Schülerinnen und Schülern videografiert und umfassend qualitativ-quantifizierend analysiert (insgesamt 1066 Zeitstempel als Messzeitpunkte). Die Auswertung erfolgt im Hinblick auf die Dauer, die Persistenz und die Störfaktoren der aktiven Lernzeit. Die Ergebnisse zeigen, dass im individualisierten Unterricht durchschnittlich zwei Drittel der Unterrichtszeit aktiv zur Auseinandersetzung mit den Lernaufgaben genutzt wurde. Differenzielle Analysen offenbaren leistungsbezogene Unterschiede in der Ausdauer und dem Einfluss von Störfaktoren auf die aktive Lernzeit. Die Ergebnisse werden anhand von videogestützten Interviews mit den beteiligten Lehrpersonen diskutiert und vorhandene Potenziale für die Optimierung der Lernzeitnutzung im individualisierten Unterricht aufgezeigt.
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