Aus Sicht der Phänomenologie: Fremderfahrung und Gefühl in der Betreuung
Aus Sicht der Phänomenologie: Fremderfahrung und Gefühl in der Betreuung
9,98 €
| Produktnummer: | SZ2401021 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 02.05.2024 |
| Umfang: | 15 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Da Phänomenologie ihren Ausgang von Erfahrungen nimmt, wird ein szenisches Beispiel einer Betreuungssituation in einem Pflegeheim aufgegriffen. Das Beispiel wird eingeengt ›gelesen‹ oder gedeutet mit Fokus auf Gefühle des Alleinseins. Daran angelehnt wird die Sozialität der Gefühle herausgestellt. Ebenso, dass unser Fühlen von etwas affiziert wird, das woanders beginnt, d. h. dass sie nicht unserem konstruktiv-kognitivem Verdiensten allein zuzurechnen sind (pathische Grundstruktur). Aus phänomenologischer Sicht ist dem so, weil Menschen verletzungsoffen oder empfänglich sind (1). In einem nächsten Schritt wird der Fokus auf die Erfahrung der Fremdheit oder des Fremden gelegt. Hier ist zunächst zu differenzieren zwischen radikaler und relativer Fremdheit. Gerade an der als negativ erfahrenen relativen Fremdheit z. B. des anderen Menschen (Verhaltensweisen, Ausdrucksformen, kulturelle Handlungsweisen etc.) sind negative, ambivalente Gefühle mitbeteiligt. Diese können in der Folge zu negativen Attribuierungen, zu Ausgrenzung, Stigmatisierung, Exklusion etc. führen (2). Im Anschluss an die Ausführungen werden kursorisch unterschiedliche Suchfragen gestellt (3). \nSince phenomenology starts from experience, a scenic example of a care situation in a nursing home is taken up. The example is narrowly ‹read› or interpreted with a focus on feelings of being alone. Based on this, the sociality of feelings is emphasised. Likewise, that our feeling is afflicted by something that begins elsewhere, i.e. that they cannot be attributed to our constructive-cognitive merit alone (pathic basic structure). From a phenomenological perspective, this is because people are open to or receptive to injury (1). The next step is to focus on the experience of foreignness or strangeness. Here we must first differentiate between radical and relative strangeness. It is precisely the relative foreignness experienced as negative, e.g. of the other person (behaviour, forms of expression, cultural ways of acting, etc.), which involves negative, ambivalent feelings. These can subsequently lead to negative attributions, marginalisation, stigmatisation, exclusion etc. They radically question the recognition of difference and relative foreignness (2). Following the explanations, different search questions are posed in a manner (3).
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