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Der Beitrag untersucht die sprachliche Konstruktion von Krisen mittels quantitativ- korpusstatistischer und computerlinguistischer Textanalyseverfahren. Anhand großer Pressetextkorpora zu wirtschaftlichen, gesundheitlichen und ökologischen Krisen werden sprachliche Muster unterschiedlicher Krisendiskurse erarbeitet, zum Einsatz kommen dabei automatisierte und semiautomatisierte Verfahren wie bspw. Kollokationensanalysen, Sentimentanalysen, Named Entity Recognition-Verfahren und lexikonbasierte Frequenzanalysen. Die Ergebnisse liefern empirische Einblicke in die diskursive Bewältigung gesellschaftlicher Krisen und verdeutlichen, wie in Krisensituationen durch Sprache Handlungen legitimiert, Werte vermittelt, Verantwortung zugeschrieben und (politische) Akteure konstituiert werden. Der Vergleich der Ergebnisse der (semi-)automatisierten Textanalyseverfahren mit den Ergebnissen traditioneller, manuell-hermeneutischer Textanalyseverfahren wie der Toposanalyse veranschaulicht schließlich, wie klassische und digitale Ansätze sich ergänzen und sinnvoll miteinander kombiniert werden können.
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