Tausende Menschen starben während der nationalsozialistischen Diktatur durch das Fallbeil. Einige wenige Scharfrichter töteten damals im Auftrag einer skrupellosen Justiz unterschiedslos Widerstandskämpfer, Diebe und Gewaltverbrecher. Berichte über diese Henker verlockten viele Deutsche dazu, sich selbst um das einträgliche Amt des Scharfrichters zu bewerben. Hunderte Schreiben gingen bei den Behörden ein; doch nur den wenigsten gelang es, tatsächlich zum "staatlich bestallten Mörder" zu werden. Die Bewerber waren teils überzeugte Nationalsozialisten, teils Arbeitslose in großer persönlicher Not. Unter ihnen fanden sich Frontsoldaten ebenso wie Metzger, Polizisten und Krankenpfleger. Das Buch stellt die Praxis der Vollstreckung der Todesstrafe im "Dritten Reich" dar und bietet den Versuch einer Typologie der Henker. So wird deutlich, zu welchen Gewaltexzessen manche Deutsche im NS-Staat bereit waren.
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