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Die neuere Arbeitsmarktpolitik will Erwerbslose aktivieren, indem sie ihnen Bewährungsproben auferlegt. Die empirische Studie untersucht Erwerbsorientierungen und Handlungsstrategien der Betroffenen in Ost- und Westdeutschland. Dabei zeigt sich, dass von fehlendem Aufstiegswillen und mangelnder Arbeitsmoral keine Rede sein kann. Stattdessen erzeugt Hartz IV ein Wettbewerbssystem, das diszipliniert und zugleich stigmatisiert. Auf Seiten der Leistungsempfänger provoziert das eigenwillige Überlebensstrategien.
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Über Klaus Dörre

Klaus Dörre ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie am Institut für Soziologie und Direktor der DFG-ForscherInnengruppe „Postwachstumsgesellschaften“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Neuere Veröffentlichungen: gem. mit Stephan Lessenich und Hartmut Rosa, Sociology – Capitalism – Critique (Verso: London, 2015) Test for the Underclass, in: della Porta, Donatella/Hänninen, Sakari/Siisiäinen, Martti/Silvasti, Tiina (Hrsg.): The Making and Unmaking of Precariousness (Palgrave Macmillan: London, 2015); hrsg. gem. mit Kerstin Jürgens und Ingo Matuschek, Arbeit in Europa, Marktfundamentalismus als Zerreissprobe (Campus: Frankfurt a.M., New York, 2014). Kontakt: E-Mail wird geladen...

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