„Das Ganzheitliche ist das Unwahre“: Zur theoretisch-normativen Begründung der Thematisierung der Sexualität in der psychiatrischen Pflege
„Das Ganzheitliche ist das Unwahre“: Zur theoretisch-normativen Begründung der Thematisierung der Sexualität in der psychiatrischen Pflege
9,98 €
| Produktnummer: | PUG2403300 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 12.08.2024 |
| Umfang: | 12 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Trotz der Relevanz der Sexualität für das menschliche Wohlbefinden sowie ihren Zusammenhang mit psychopathologischen Symptomen wird weitestgehend auf ihre Thematisierung in der psychiatrischen Pflege verzichtet. Dieser Beitrag zeigt auf, dass bisherige theoretisch-normative Begründungen der Thematisierung der Sexualität in der psychiatrischen Pflege entlang des Ideals einer ganzheitlichen Pflege das Potential besitzen, die gegenwärtigen sexualitätsbezogenen Defizite fortzuführen, anstatt sie zu überwinden. Mit der Theorie der interpersonalen Beziehungen in der Pflege wird eine Alternative vorgeschlagen, um die Thematisierung der Sexualität theoretisch-normativ zu begründen, und es werden Bedingungen abgeleitet, die es im Sinne dieser Theorie zu erfüllen gilt, um die Thematisierung der Sexualität zielführend auszuüben. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse, der Skizzierung identifizierter Desiderata sowie dem Appell für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Sexualität im Kontext der psychiatrischen Pflege. \nDespite the relevance of sexuality for the human well-being as well as its connection to psychopathological symptoms, the thematization of sexuality is largely omitted in psychiatric nursing. This paper demonstrates that previous theoretical-normative rationales for addressing sexuality in psychiatric nursing along the ideal of holistic nursing have the potential to perpetuate, rather than overcome, current sexuality-related deficits. The theory of interpersonal relations in nursing is proposed as an alternative theoretical-normative rationale for addressing sexuality, and conditions are derived that need to be met in terms of this theory in order to address sexuality in a purposeful manner. The article concludes with a summary of the central results, an outline of identified desiderata, and an appeal for a more in-depth examination of sexuality in the context of psychiatric nursing.
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