Seit Jahrzehnten versucht die Künstliche Intelligenz-Forschung, dem Computer das Denken beizubringen – mit mäßigem Erfolg. Ein Expertensystem, so eine der Thesen dieses Buches, muß aber gar keine Expertenleistungen vollbringen, um trotzdem nützlich zu sein: Der Computer zwingt die AnwenderInnen zu einer präzisen Formulierung des Problems – womit sie es schon fast gelöst haben.
Die Autorin bietet einen der ersten Versuche, soziale Auswirkungen neuer Informations- und Kommunikationstechnologien am Beispiel von Expertensystemen nicht erst ex post, sondern bereits prospektiv zu bewerten – unter Verzicht auf mathematische Formeln und soziologischen Jargon.
Unveränderter Nachdruck
2., unveränderte Auflage, 2021
Bindeart: Paperback Format: 213 x 140 x 20 mm Gewicht: 393 g Umfang: 279 Seiten
Aus der Reihe: Campus Forschung
Nina Degele ist Professorin für Soziologie und empirische Geschlechterforschung an der Universität Freiburg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Normalitäten und Widersprüchen moderner Lebensweisen von Körper- und Schönheitspraktiken über Fußball bis hin zu Fragen von Konsum und Verzicht.
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