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Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Konzeptionalisierung der Familie als wesentlicher Erziehungs- und Sozialisationsinstitution. Behandelt wird die Frage, wie die moderne Familienforschung Paar- und Familienbeziehungen theoretisch fasst, bzw. welche Folgen dieses Vorgehen in epistemologischer Art und Weise mit sich bringt. Hierzu wird im Zuge einer Kritik möglicher Reifizierung eingänglich das eher empiristische Vorgehen der Familienforschung mit Niklas Luhmanns formal strenger Konzeptualisierung gesellschaftlicher Funktionsbereiche kontrastiert. Obwohl in systemtheoretischer Hinsicht die Unterscheidung der Familie von anderen funktionalen Teilbereichen klarer gefasst werden kann, fällt auch Luhmann der Verführung einer ontologischen Progression von Paarbeziehungen zu Elternschaft anheim. In einer entwickelten Moderne ist das Mikromanagement der Ambivalenzen verschiedener Sinnbezüge jedoch zentral. In diesem Sinne wird eine Perspektivverschiebung angeboten, die weniger eine scheinbare Linearität in der Entwicklung von Paar- und Familienbeziehungen, als vielmehr die situativen und alltäglichen Übergangssituationen in den Blick nimmt. \nThis paper deals with the question of how social research on modern family theoretically conceives couple- and family relations, respectively which consequences this approach entails from an epistemological perspective. To this end, the almost empiricist approach of family research is contrasted to Niklas Luhmann‘s theoretically rigorous conceptualization of social functional systems. While the rigor of system theory proves valuable to understand the distinction between the family and other forms of communication, Luhmann, too, is subject to the assumption of an ontological progression from couple relationships to parenthood. Therefore a shift in perspective is offered that focuses less on an apparent linearity in the development of couple and family relationships and more on situational and everyday life’s transitional situations.
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