Die Jahre 1989/90 – Brüche im deutschen Schulwesen?
Die Jahre 1989/90 – Brüche im deutschen Schulwesen?
9,98 €
| Produktnummer: | ZP2601125 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 26.01.2026 |
| Umfang: | 12 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Brüche in der Geschichte von Bildung und Erziehung sind ein zentrales Thema bildungshistorischer Forschung. Brüche stellen Einschnitte dar, trennen verschiedene Zeitabschnitte oder Perioden voneinander; sie sind aber immer Deutungen, die auf unterschiedlichen Kategorien basieren, und nicht einfach eine Eigenschaft des Geschehens selbst. Angesichts dessen wird das analytische Potenzial dieses Konzepts diskutiert und gefragt, ob das Konzept des Bruchs überzeugendes Wissen zur Einschätzung der politischen Wende 1989/90 und deren Folgen im Feld von Bildung und Erziehung zu generieren erlaubt. Mit einem Blick auf zeitgenössische Deutungen, die Entwicklung bildungsgeschichtlicher Forschung und einzelne, zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführte bildungshistorische Studien zeigt sich, dass es neben deutlichen Wandlungsprozessen viele Strukturen und alltägliche Praktiken im Feld der Bildung, insbesondere in der Institution Schule gegeben hat, die gleichblieben, sich nur langsam oder in vorgeprägten Bahnen änderten. Vor diesem Hintergrund kommt der Beitrag zum Ergebnis, dass das Konzept des Bruchs allein nicht hilfreich ist, um die weitere bildungshistorische Forschung zur DDR und zur „langen Geschichte der Wende“ anzuleiten. Vielmehr sollte gleichzeitig immer nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten geschaut werden, weil erst dieses es ermöglicht, die Bildungsgeschichte der DDR – auch und gerade mit ihren Besonderheiten – als Teil einer deutschen Bildungsgeschichte zu sehen.
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