Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Wir nehmen den 15. Jahrestag des Erscheinens von Goldsmiths (2010) Analyse zur neuen Sichtbarkeit der Polizei zum Anlass, seine Thesen aufzugreifen und einer erweiternden, visualitätssoziologisch informierten Analyse zu unterziehen. Wir argumentieren, dass der Annahme von Goldsmith, der zufolge polizeiliche Arbeit durch neue Videotechnologien stetig einer größeren gesellschaftlichen Sichtbarkeit unterworfen wird, zwar weiterhin bzw. noch stärker als zuvor zuzustimmen ist. Allerdings sind Erweiterungen seiner Argumentation angezeigt: Die neue Sichtbarkeit wirkt weniger direkt und auch weniger eindeutig als von ihm angenommen, sondern wird sowohl von polizeilichen Akteur:innen als auch von den betroffenen Bürger:innen und zivilgesellschaftlichen Beobachter:innen reflexiv aufgenommen und bearbeitet. Damit führt sie zu einer Veränderung von Praktiken und der Herausbildung neuer kommunikativer Formen. Wir diskutieren dies auf drei unterschiedlichen Ebenen – Situationen, strukturelle Veränderungen und reflexive Ausfomung –, die wir jeweils anhand eines empirischen Beispiels – polizeiliche Bodycams, Vernehmungen, Digitales Community Policing – plausibilisieren.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...