Die Schandflecken des Gefängnisses: Welche moralische Botschaft vermitteln englische Gefängnisse Männern, die wegen Sexualdelikten verurteilt wurden?
Die Schandflecken des Gefängnisses: Welche moralische Botschaft vermitteln englische Gefängnisse Männern, die wegen Sexualdelikten verurteilt wurden?
9,98 €
| Produktnummer: | KJ2404276 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 17.12.2024 |
| Umfang: | 16 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der wegen Sexualdelikten verurteilten Gefangenen in England und Wales erheblich gestiegen, so dass sie heute mehr als 20 % der Gefängnisinsassen ausmachen. Trotzdem sind ihre Erfahrungen in der Haft bisher kaum erforscht worden. Dieser Artikel basiert auf einem ethnografischen Forschungsprojekt, das in einem englischen Gefängnis durchgeführt wurde, in dem ausschließlich Männer untergebracht waren, die wegen Sexualdelikten verurteilt wurden. Es wird argumentiert, dass dieses Gefängnis eine moralisch kommunizierende Institution war – eine Institution, die den Gefangenen etwas darüber sagte, wer sie waren und was sie getan hatten – und dass die Botschaft, die sie ihnen vermittelte, war, dass sie abstoßende „Sexualstraftäter“ waren, die sich schämen sollten. In dem Artikel wird dargelegt, warum diese Botschaft vermittelt wurde, und anschließend argumentiert, dass sie den Gefangenen nahelegte, ihre Schuld zu leugnen, und sie davon abhielt, Verantwortung für ihre Straftaten zu übernehmen. Abschließend wird aufgezeigt, dass die kommunikativen Mängel des Gefängnisses wahrscheinlich nicht zu einer erhöhten Rückfälligkeit führen, aber dennoch ein normatives Problem darstellen. \nOver recent decades, the number of prisoners convicted of sex offences in England and Wales has grown significantly, and they now represent more than 20 percent of the prison population. Despite this, very little research has been conducted into their experiences in custody. This article is based on an ethnographic research project conducted in an English prison which only held men convicted of sex offences. It argues that the prison was a morally communicative institution – an institution which said something to prisoners about who they were and what they had done – and the message it sent to them was that they were disgusting “sex offenders” who should be ashamed of themselves. The article outlines why this message was sent, and then argues that it encouraged prisoners to deny their guilt and discouraged them from taking responsibility for their offences. It concludes by showing that the prison’s communicative failings were unlikely to increase reoffending, but were nevertheless a normative concern.
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