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Die Studie betrachtet das Asylverfahren an der Schnittstelle von Flucht und Behinderung. Auf Basis einer Situationsanalyse und reflexiven Grounded Theory rekonstruiert Cornelius Lätzsch die Akteurskonstellationen, Aushandlungsarenen und Navigationspraktiken von geflüchteten Menschen mit Behinderung. Die Ergebnisse zeigen, wie das Konzept der besonderen Schutzbedürftigkeit einerseits Schutz verspricht und Verfahren strukturiert, andererseits jedoch auch neue Formen von Belastung, Ausschluss und Prekarisierung erzeugt. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur intersektionalen Fluchtforschung.

Über Cornelius Lätzsch

Dr. Cornelius Lätzsch hat Soziale Arbeit (B.A.) und Empowerment Studies (M.A.) in Regensburg und Düsseldorf studiert, ist Lehrbeauftragter an der HS Düsseldorf und arbeitet freiberuflich im Kontext flucht*migrationsbezogener Forschung und sozialarbeiterischer Praxisforschung. Zuletzt hat er als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der katholischen Hochschule NRW in Köln und beim Kölner Flüchtlingsrat e.V. gearbeitet.

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