Die Pianistin Clara Haskil erkannte in den Musikkritikern, die sich über ihre schiefe Gestalt ausließen, einen „Haufen Schwachköpfe“. Der als verrückt verspottete Künstler Ferdinand Cheval schrieb, um „ans Ziel zu kommen, muss man starrköpfig sein“. Zwanzig Biografien porträtieren behinderte Frauen und Männer vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit unterschiedlichen körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkungen, obwohl manche diese als solche nicht bezeichnet haben. Der Blick des Autors richtet sich auf das widerspenstige und eigensinnige als positives Merkmal behinderter Menschen. In historisch-kulturellen Bezügen werden die Themen Rehabilitation, Kunst und Wahnsinn, Sexualität und Dankbarkeit gestreift. In der Reflexion über ‚das Opfer‘ wird das Opfer-Sein nicht bestritten, aber auch auf die Bequemlichkeit dieser Rolle verwiesen.
1. Auflage, 2017
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 174 Seiten Verlag: Beltz Juventa
»Die historische und bis heute wirkende Opferrolle behinderter Menschen stellt das Buch ‚auf den Kopf‘ – der Fokus liegt auf den widerspenstigen und eigensinnigen Seiten der Personen im Sinne positiver Merkmale behinderter Menschen. […] Die skizzierten Biografien und Lebensentwürfe geben Einblicke in die Vielfalt des Menschseins und die Energie der Protagonist*innen. […] Das Buch lässt nachdenklich zurück und das ist gut so.«
- Petra Steinborn, socialnet.de, 19.9.2017
»Ein interessantes Buch für alle, die sich für gesellschaftliche und historische Themen im Zusammenhang mit dem Thema 'Behinderung' interessieren.«
- Lebenshilfe In Eigener Sache. 3/2017
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Über Udo Sierck
Udo Sierck, geb. 1956, Dipl.-Bibl., Au¬tor, langjähriges Redaktionsmitglied der »Krüppelzeitung«, zusammen mit Nati Radtke Geschäftsführer des Cafés/Restaurants »Lotte« in Hamburg.
Veröffentlichungen u.a.: »Das Risiko, nichtbehinderte Eltern zu bekommen«, (1989); »Arbeit ist die beste Medizin« (1992); »Normalisierung von rechts« (1995); zusammen mit Christian Mürner: »Krüppelzeitung« (2009); »Widerspenstig, eigensinnig, unbequem (2017); »Bösewicht, Sorgenkind, Alltagsheld« (2021); »KörperKult und Behinderung« (2023).
e0000000000000000000000000118866Widerspenstig, eigensinnig, unbequemhttps://beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/widerspenstig-eigensinnig-unbequem/BEL444598https://beltz.de/media/34/b5/0b/1747045862/9783779945987.jpeg?ts=1776837999InStock18.99EURBEL444598e0000000000000000000000000118866E-Book/pdfPierre Desloges, Antonio Gramsci, Gusti Steiner, Würde, Clara Haskil, Alison Lapper, Temple Grandin, Bernadette G., Ruedi Prerost, Ernst Herbeck, Amelie Skram, Adolph Menzel, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Fredi Sall, Paracelus, Teilhabe, Franz Christoph, Margarete Steiff, Benachteiligung, Julius Klingebiel, Ferdinand Cheval, Max Hermann-Neiße, Judith Scott, Behinderung, InklusionBeltz JuventaE-Book1. Auflage, 2017Beltz Juventa978-3-7799-4598-7{"extensions":[],"displayParent":false,"mainVariantId":"e0000000000000000000000000118866","configuratorGroupConfig":null,"displayCheapestVariant":false,"displayMainVariant":true}truetrueInklusion, Behinderung, Benachteiligung, Teilhabe, Würde, Pierre Desloges, Adolph Menzel, Margarete Steiff, Amelie Skram, Ferdinand Cheval, Max Hermann-Neiße, Antonio Gramsci, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Clara Haskil, Julius Klingebiel, Ernst Herbeck, Fredi Sall, Gusti Steiner, Judith Scott, Temple Grandin, Paracelus, Franz Christoph, Bernadette G., Ruedi Prerost, Alison Lappere0000000000000000000000000118866Widerspenstig, eigensinnig, unbequem18.9918.99https://beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/widerspenstig-eigensinnig-unbequem/BEL444598https://beltz.de/media/34/b5/0b/1747045862/9783779945987.jpeg?ts=1776837999InStockBEL444598e0000000000000000000000000118866E-Book/pdfPierre Desloges, Antonio Gramsci, Gusti Steiner, Würde, Clara Haskil, Alison Lapper, Temple Grandin, Bernadette G., Ruedi Prerost, Ernst Herbeck, Amelie Skram, Adolph Menzel, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Fredi Sall, Paracelus, Teilhabe, Franz Christoph, Margarete Steiff, Benachteiligung, Julius Klingebiel, Ferdinand Cheval, Max Hermann-Neiße, Judith Scott, Behinderung, InklusionBeltz JuventaE-Book1. Auflage, 2017Beltz Juventa978-3-7799-4598-7{"extensions":[],"displayParent":false,"mainVariantId":"e0000000000000000000000000118866","configuratorGroupConfig":null,"displayCheapestVariant":false,"displayMainVariant":true}truetrueInklusion, Behinderung, Benachteiligung, Teilhabe, Würde, Pierre Desloges, Adolph Menzel, Margarete Steiff, Amelie Skram, Ferdinand Cheval, Max Hermann-Neiße, Antonio Gramsci, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Clara Haskil, Julius Klingebiel, Ernst Herbeck, Fredi Sall, Gusti Steiner, Judith Scott, Temple Grandin, Paracelus, Franz Christoph, Bernadette G., Ruedi Prerost, Alison Lapper/Startseite/Startseite/Fachmedien/Startseite/Fachmedien/Erziehungswissenschaft/Startseite/Fachmedien/Pädagogik/Startseite/Fachmedien/Sozialpädagogik & Soziale Arbeit/fachmedien/fachmedien/erziehungswissenschaft/fachmedien/paedagogik/fachmedien/sozialpaedagogik-soziale-arbeite0000000000000000000000000000120e0000000000000000000000000000142e0000000000000000000000000000143e0000000000000000000000000000145e0000000000000000000000000000147e0000000000000000000000000118167e0000000000000000000000000000120e0000000000000000000000000118167e0000000000000000000000000000142BeltzDie Pianistin Clara Haskil erkannte in den Musikkritikern, die sich über ihre schiefe Gestalt ausließen, einen „Haufen Schwachköpfe“. Der als verrückt verspottete Künstler Ferdinand Cheval schrieb, um „ans Ziel zu kommen, muss man starrköpfig sein“. Zwanzig Biografien porträtieren behinderte Frauen und Männer vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit unterschiedlichen körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkungen, obwohl manche diese als solche nicht bezeichnet haben. Der Blick des Autors richtet sich auf das widerspenstige und eigensinnige als positives Merkmal behinderter Menschen. In historisch-kulturellen Bezügen werden die Themen Rehabilitation, Kunst und Wahnsinn, Sexualität und Dankbarkeit gestreift. In der Reflexion über ‚das Opfer‘ wird das Opfer-Sein nicht bestritten, aber auch auf die Bequemlichkeit dieser Rolle verwiesen.18.99