Übergänge aus Pflegefamilien ins Erwachsenenleben unterscheiden sich von dem Leaving Care aus Jugendwohngruppen/betreuten Wohnformen. Die Ablösung aus einer privaten, familienanalogen Vollzeitpflege wirft besondere Fragen der sozialen Zugehörigkeit im Anschluss an die Hilfe auf. In dem Buch werden Forschungsergebnisse aufbereitet, die Erfahrungen aus Sicht von Care Leaver*innen sowie von Pflegeeltern aufzeigen und systematisieren. In Anlehnung an das Konzept des Doing Family wird der Übergang in ein eigenständiges Leben als eine gemeinsame soziale Herstellungsleistung analysiert. Dieses Doing Leaving Foster Family wird von der Situation und der Qualität der Beziehungen während des Pflegeverhältnisses geprägt. Dabei werden auch die weiteren Entwicklungen nach dem Hilfeende betrachtet.
Severine Thomas arbeitet seit 2012 am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Universität Hildesheim.
Forschungsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, insb. Hilfen zur Erziehung & Leaving Care, Kommunale Organisation sozialer Dienste für junge Erwachsene, Jugendforschung, Wohlbefinden junger Menschen in Krisenzeiten (JuCo), Beteiligung und Kinderrechte.
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