Die Studie basiert auf der Annahme, dass häusliche Gewalt ihre Bedeutung erst in der interaktiven Deutung zugeschrieben erhält. Die sozialtheoretische Analyse dieses Prozesses orientiert sich am empirisch begründeten Theoriemodell ‚Gewalt-Modalitäten‘. Anhand der Rekonstruktion von Übergängen zwischen der Normalisierung des Erlebten, der Entnormalisierung und der Delegitimierung von Gewalt wird dargelegt, wie Deutungen und Bedeutungen von Gewalt sozial produziert werden, indem sie beispielsweise vor dem Hintergrund von Kontrastfolien normativer Gewalt- und Opferbilder ausgehandelt werden.
1. Auflage, 2020
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 363 Seiten Verlag: Beltz Juventa
Susanne Nef ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe, Departement für Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen soziale Probleme und soziale Kontrolle, Gewalt im Geschlechterverhältnis, Geschlechterforschung, Intersektionalität, Gender und Soziale Arbeit, Fragen sozialer Teilhabe sowie qualitative Sozialforschung.
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