(Finanz-)Marktbasierte Strategien erschweren die arbeitspolitische und geschlechtergerechte Erneuerung von Unternehmenspolitik und Führungskultur. Entgrenzung und Flexibilisierung von Arbeit führen zu Krisen in der individuellen Reproduktion und zu neuen Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis. Betriebliche Partizipation wird zentrales Moment eines integralen, auf Arbeit und Leben gerichteten Gestaltungsanspruches von Fach- und Führungskräften.
Die Autor_innen beschäftigen sich damit, wie Hochqualifizierte das Spannungsfeld betrieblicher und außerbetrieblicher Herausforderungen bearbeiten. Besondere Aufmerksamkeit gilt neuen Grenzkämpfen im betrieblichen Geschlechterverhältnis.
1. Auflage, 2021
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 288 Seiten Verlag: Beltz Juventa
Hildegard Maria Nickel, Prof. Dr. sc. phil., ist Leiterin des Lehrbereichs Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
Hasko Hüning, Politikwissenschaftler, Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung an der FU Berlin (ZI 6), Arbeitsbereich DDR-Forschung und -Archiv; Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der FU Berlin, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Forschungsstelle Transformation und Interdependenz (TRAIN); seit 1991 in Kooperation auch Forschungsprojekte an der Humboldt-Universität zu Berlin, zuletzt als Senior Researcher. Er arbeitet zu Transformationsprozessen ökonomisch-sozialer Strukturen, zu Arbeits- und Geschlechterverhältnissen und politischen Parteien.
Michael Frey, Dr. phil., ist Diplom-Sozialwissenschaftler und war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Partizipation und Reproduktion. Fach- und Führungskräfte als arbeits- und geschlechterpolitische Akteure der Deutschen Bahn AG“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind betriebliche Arbeitsbeziehungen und Geschlechterverhältnisse sowie Gleichstellungspolitiken und Diversity Management in Organisationen. Seit Juni 2019 arbeitet er als Referent im Strategiebereich einer im Deutschen Bundestag vertretenen Partei.
Max Lill schloss 2010 sein Studium an der Freien Universität Berlin in den Fächern Sozialkunde und Geografie mit dem 1. Staatsexamen (Lehramt/Studienrat) ab. In den Jahren 2012 und 2013 sowie von 2016–2018 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich für Soziologie der Arbeit und der Geschlechterverhältnisse des Instituts für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war seit 2010 zudem als freier Autor, als Redaktionsmitarbeiter für die GEW-Hamburg sowie in der außerschulischen Bildungsarbeit tätig. Seit 2014 arbeitet er regelmäßig in Arbeitszusammenhängen der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit und ist als Promotionsstipendiat derzeit Teil des dortigen Studienwerkes. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören neben der Arbeits- und Geschlechtersoziologie auch historische und zeitgenössische Fragen der Kultur- und Bewegungsforschung.
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