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Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, wann und warum Erwachsene, die sich in Grundbildungs- bzw. Alphabetisierungskursen befinden, lernen. Welche Anlässe gibt es und welche Effekte befördern ihre Lernprozesse? Dafür präsentiere ich empirische Ergebnisse, die auf einer kategorialen Analyse narrativer Interviews beruhen, die in einem Forschungsprojekt zu Lernanlässen und Lernbegründungen gering Literalisierter durchgeführt wurden. Im Anschluss an die Habitustheorie Pierre Bourdieus stelle ich zunächst dar, von welchen Ausschlüssen und habituellen Prägungen erwachsene Menschen mit Grundbildungsbedarf betroffen sind. Häufig stammen sie aus prekären Herkunftsfamilien und haben eine gewisse Ferne zum Bildungswesen internalisiert. Die Auswertung zeigt somit, dass Lernen in der Grundbildung nicht als isolierter Akt verstanden werden kann, sondern auf biografischen Erfahrungen gründet. Trotzdem lernen die Befragten als Erwachsene (wieder). Dafür haben sich die Bereiche ‚Sozialität‘ und ‚Lebensweltorientierung‘ als förderlich für Lernprozesse erwiesen. Sie werden auf der Basis des empirischen Materials dargestellt und mit der Theorie Bourdieus verbunden.
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