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Hochschulen haben neben der Vermittlung fachlicher Inhalte auch die Aufgabe, eine demokratische Funktionselite zu sozialisieren. In diesem Kontext nehmen Studierende bei der Tradierung politisch-demokratischer Werte eine besondere Rolle ein. Gerade in Zeiten sozialer und struktureller Veränderungen sowie um multiple Krisen zu bewältigen, ist es wichtig, ihre politisch-demokratischen Orientierungen und den hochschulischen Raum des Engagements im Sinne demokratischer Teilhabe zu erkunden. In diesem Beitrag werden aus der Perspektive der politischen Partizipationsforschung Ergebnisse des Studierendensurveys und des Studentischen Hochschulpolitiksurveys (StuHoPo) zur politischen Einstellung und zum Engagement der Studierenden miteinander verbunden ausgewertet. Die Daten des bundesweiten Studierendensurveys zeigen, dass Studierende allgemeinpolitisch interessiert, aber demokratisch ambivalent und im hochschulpolitischen Raum wenig aktiv sind. Den Befunden des StuHoPos zufolge engagieren sich die Studierenden in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung vorwiegend aus altruistischen Gründen, weisen überdurchschnittlich die männliche Geschlechtszugehörigkeit auf und verorten sich im politisch linken Lager. Die Selbstwirksamkeitserfahrungen der Studierenden werden durch Hochschulstrukturen (z. B. die Größe der Hochschule) mitbeeinflusst und wurden im Zeitraum der Corona-Pandemie von negativen Effekten der Responsivität seitens der Hochschulleitungen bestimmt. Der Beitrag zeigt die Bedeutung der Sozialisationsagentur Hochschule für die Verankerung und Erneuerung von demokratischen Werten und dazugehörigem politischen Engagement auf. \nIn addition to teaching subject-specific content, universities also have the task of socializing a democratic functional elite. In this context, students play a special role in the transmission of political-democratic values. Especially in times of social and structural change and in order to overcome multiple crises, it is important to explore their political-democratic orientations and the university as a space of engagement in terms of democratic participation. In this article, the results of the Studierendensurvey and the Hochschulpolitiksurvey (StuHoPo) are combined from the perspective of political participation research. The data from the nationwide Studierendensurvey shows that students are generally interested in politics, but are democratically ambivalent and not very active in higher education politics. According to the findings of the StuHoPo, active students are mainly involved in student and academic self-administration for altruistic reasons, are on average male and on the political left. Students’ experiences of self-efficacy are influenced by university structures (e. g. the size of the university) and were determined by the negative effects of responsiveness on the part of university management during the coronavirus pandemic. The article shows the relevance of university as a socialization agency for the anchoring and renewal of democratic values and the associated political engagement.
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