Der 15-jährige Jankel lebt nun in der goldenen Stadt Prag bei seinem Großonkel, dem berühmten Rabbi Löw. Er hat zum ersten Mal Arbeit, bei Mendel, dem Bäcker. Und zum ersten Mal einen Freund, Schmulik. Alles wäre gut, wäre da nicht dieser unheimliche Mitbewohner unter dem Dach: Josef ist Synagogendiener und eine Ausgeburt an Hässlichkeit und Stumpfsinn. Jeder behandelt ihn, als wäre er kein Mensch – obwohl Josef mit seinen Bärenkräften immer wieder zu Hilfe kommt, wenn die Juden von aufgehetzten christlichen Bürgern bedroht werden. Josef, so erfährt Jankel, ist ein Golem, den Rabbi Löw aus Lehm und mit Hilfe kabbalistischer Zauberformeln geschaffen hat. Als nun den Juden ein Mord angehängt werden soll, schickt der Rabbi den Golem los, um das Verbrechen aufzuklären. Jankel soll ihn begleiten… Obwohl Josef kein Mensch ist, schließt Jankel ihn in sein Herz. Doch als der Golem am Ende Amok läuft, können nur Jankel und Schmulik ihn »ausschalten«. Und einen von beiden wird es das Leben kosten…
3. Auflage, 2008
Bindeart: Buch, gebunden Format: 147 x 213 x 31 mm Gewicht: 587 g Verlag: Beltz & Gelberg
Buch des Monats (Oktober 2007) Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendbuchakademie Volkach
»Die düsteren und dramatischen Ereignisse beschreibt Mirjam Pressler aus zwei ständig wechselnden Perspektiven: Mal berichtet der Erzähler, eng angelehnt an seinen Protagonisten, vom Geschehen im historischen Prag – dann wieder ist es Jankels Geschichte. Mit kompositorischem Geschick arrangiert Mirjam Pressler beide Erzählebenen zu einem bewegenden, mitreißenden Roman.«
- DIE ZEIT
»Ein unheimlicher Roman, der gekonnt die Sitten und Bräuche der damals größten jüdischen Gemeinde Europas beschreibt.«
- Brigitte
»Wir erfahren, wie aus Klischees und Vorurteilen rohe Gewalt werden kann und lesen zugleich einen berührenden Entwicklungsroman.«
- Eselsohr
»Golem ist ein atmosphärischer, stimmiger Schauerroman für Historien-Freaks.«
- Bulletin
»Was für ein Buch! Mirjam Pressler erfüllt mit diesem meisterlich erzählten Roman alle Wünsche, die man an sinnvolle Lektüre stellen kann: Ihre Sprache ist klar und konzentriert sich an entscheidenden Stellen zu einer eindrucksvollen Schlichtheit. Mirjam Pressler hat ein Buch geschrieben, das beweist, wie notwendig es ist, Sprache mit größter Sorgfalt zu verwenden.«
- Buchmarkt
»Mirjam Pressler mutet ihren jungen Lesern viel zu – zum Beispiel das Schicksal der Juden in Prag um 1600. Dennoch sind ihre Bücher Bestseller – weil Pressler so klug erzählt.«
- bücher
»Ein Roman, der viel über das Leben der Juden verrät. Anspruchsvoll und spannend.«
- WAZ
»Wie in all ihren Büchern beherzigt Mirjam Pressler Schmuliks Weisheit: »Wie Brot Nahrung für den Körper ist, sind Geschichten Nahrung für Herz und Seele.«
- Frankfurter Neue Presse
»Mirjam Presslers Roman ist weit mehr als ein spannendes Geschichtsbuch: Er erzählt, wie Intoleranz und Fanatismus entstehen.«
- Berliner Morgenpost
»Eine fesselnde und sehr berührende Geschichte, die auch mit der jüdischen Religion vertraut macht und im Glossar wichtige Infos liefert.«
Mirjam Pressler (1940 - 2019) wurde in Darmstadt geboren und wuchs bei Pflegeeltern auf. Sie studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel.
Zurück in Deutschland arbeitete sie unter anderem als Taxifahrerin und führte einen Jeansladen. Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem Mann alleine großgezogen hat. Bis zu ihrem Tod lebt sie als freie Autorin und Übersetzerin in Landshut.
Mirjam Pressler hat mehr als 30 eigene Kinder- und Jugendbücher verfasst, darunter »Bitterschokolade« (Oldenburger Jugendbuchpreis), »Novemberkatzen«, »Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen« (Deutschen Jugendliteraturpreis), »Malka Mai« (Deutscher Bücherpreis) und die Romane »Golem stiller Bruder«, »Shylocks Tochter«, »Nathan und seine Kinder«, »Ein Buch für Hanna«, »Wer morgens lacht« und »Ich bin's Kitty. Aus dem Leben einer Katze« sowie die Lebensgeschichte der Anne Frank »Ich sehne mich so«. Außerdem hat sie viele Bücher aus dem Niederländischen, Englischen und Hebräischen übersetzt, darunter auch die Romane von Uri Orlev.
Für ihre »Verdienste an der deutschen Sprache« wurde sie 2001 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille ausgezeichnet, für ihr Gesamtwerk als Übersetzerin mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises und für ihr Gesamtwerk als Autorin und Übersetzerin 2004 mit dem Deutschen Bücherpreis, der Corine und der Buber-Rosenzweig-Medaille sowie mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung..
»Pressler ist eine Meisterin stiller Geschichten voller existenzieller Erfahrungen, die sie ganz unspektakulär darstellt. Ihre knappe schnörkellose Sprache erzeugt - in allen ihren Büchern - eine ungeheure Intensität. Ihr Herz schlägt für Kinder mit schwieriger Geschichte, für Menschen mit Brüchen in der Biographie.« Ostdeutscher Rundfunk
»Poetischer als Mirjam Pressler kann man kaum begründen, warum Geschichten erzählt werden müssen.« Literarische Welt
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