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Lukas Werner reflektiert die Arbeit der Ampelkoalition und beurteilt die Maßnahmen in der Armuts- und Verteilungspolitik. Demnach konnte die Koalition trotz ihrer unterschiedlichen Auffassungen Fortschritte erzielen, doch wurden diese durch Uneinigkeit über Haushaltsfragen und Finanzierung der sozialen Sicherheit überschattet. Streitpunkte waren insbesondere die Schuldenregel und Steuererhöhungen für Wohlhabende, besonders nach einem verfassungsrechtlichen Urteil, das den Haushalt belastete. Das Bürgergeld, das 2023 eingeführt wurde, stellte in zwei Schritten die größte Reform der Grundsicherung seit Hartz IV dar. Ziele sind Respekt und Wertschätzung sowie mehr Anreize zur Qualifizierung. Die Wohngeld-Plus-Reform trat ebenfalls Anfang 2023 in Kraft und führte zu einer deutlichen Erhöhung der Leistungen und Anzahl der Berechtigten. Diese Reform ist ein wichtiger Schritt gegen Wohnkostenarmut, bleibt jedoch unzureichend, um das Grundproblem steigender Mieten zu lösen. Eine umfassende Wohnungspolitik erfordert auch Maßnahmen zur Mietregulierung, so Werner. Das Projekt der Kindergrundsicherung kam nicht zustande. Trotz Fortschritte bei der finanziellen Unterstützung von Familien, wie der Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderzuschlags, gibt es keine wirksame Lösung gegen Kinderarmut. Die Diskussion über Kinderarmut führte jedoch zu einer höheren Inanspruchnahme von Sozialleistungen. Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass die Ampel-Koalition zwar einige positive Schritte unternommen hat, aber auch Herausforderungen in der Bekämpfung der Armut von Kindern und der sozialen Gerechtigkeit unzureichend bewältigen konnte.
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