Zwischen 1919 bis 1939 entstand in der International Labour Organization (ILO) in Genf ein neues Wissen über weltweite Bewegungen von Menschen. Was zunächst als Quantifizierung der europäischen Auswanderung von Arbeitern nach ›Übersee‹ begann, entwickelte sich in der Zwischenkriegszeit zu einer abstrakten Beobachtungsebene für die neue Kategorie der ›international migration‹. Die Arbeit zeigt, wie Migration dadurch erstmals als Weltphänomen begreifbar wurde.
Basierend auf Dokumenten aus internationalen und kolonialen Archiven analysiert Yann Stricker Funktionen und Effekte des neuen Zahlenwissens, das der ILO die Möglichkeit bot, sich als neutrales Informationszentrum zu profilieren. Zugleich reichten die Effekte des neuen »Migrationswissens« weit über die ILO hinaus. Der Autor zeigt, wie die Kategorisierung von internationaler Migration entlang nationaler Raum- und Zugehörigkeitskriterien quer zu kolonialen Ordnungen stand. Mit Blick auf entstandene Widerstände und Reibungen bei der Eingliederung kolonialer Statistiken macht das Buch bedeutende Risse und Leerstellen der neuen statistischen Beobachtungsebene sichtbar.
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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Basierend auf Dokumenten aus internationalen und kolonialen Archiven analysiert Yann Stricker Funktionen und Effekte des neuen Zahlenwissens, das der ILO die Möglichkeit bot, sich als neutrales Informationszentrum zu profilieren. Zugleich reichten die Effekte des neuen »Migrationswissens« weit über die ILO hinaus. Der Autor zeigt, wie die Kategorisierung von internationaler Migration entlang nationaler Raum- und Zugehörigkeitskriterien quer zu kolonialen Ordnungen stand. Mit Blick auf entstandene Widerstände und Reibungen bei der Eingliederung kolonialer Statistiken macht das Buch bedeutende Risse und Leerstellen der neuen statistischen Beobachtungsebene sichtbar.
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/