Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Kriege beginnen nicht erst auf dem Schlachtfeld, sondern werden bereits vorab im Diskurs vorbereitet. Luana Sommer untersucht, mit welchen sprachlich-diskursiven Mitteln politische Akteure Militäreinsätze öffentlich legitimieren; sie entwickelt dabei erstmals ein umfassendes Modell, das die Legitimation von Militäreinsätzen systematisch erfasst und analysierbar macht. Am Gegenstand französischer Parlamentsdebatten von 2013 zur »Opération Serval« (Mali) untersucht sie, wie mittels Sprache Bedrohungslagen inszeniert und dadurch militärische Maßnahmen als autorisiert, begründet, notwendig oder gar moralisch geboten gerahmt werden. Zugleich leistet die Studie einen Beitrag zur Weiterentwicklung der romanistisch geprägten Diskurslinguistik, indem sie wissens- und machttheoretische Perspektiven im Anschluss an Michel Foucault für die diskurslinguistische Analyse fruchtbar macht und mit sprachorientierten Analyseansätzen verbindet. Indem sie die zentrale Rolle von Sprache bei der Konstruktion von Wissen und Wirklichkeit herausarbeitet, eröffnet die Arbeit zudem neue Perspektiven für die sozialwissenschaftliche Diskursforschung.

Über Luana Sommer

Luana Sommer, Dr. phil., ist Sprach- und Kulturwissenschaftlerin und als Akademische Rätin am Institut für Romanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig.

Mehr zu Luana Sommer

Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...