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Samstag, 12.07.2025, 00:00

Ausstellung des Karikaturmuseum Krems

Karikaturmuseum Krems
Museumsplatz 3
3500 Krems an der Donau

12.07.2025 bis 05.07.2026

Millionen Kinder kennen den Grüffelo und seine Geschichte: Verschiedene Tiere wollen die kleine Maus fressen. Zu ihrem eigenen Schutz erfindet sie ein Wald-Monster, das plötzlich Wirklichkeit wird. Zuerst ein bedrohliches Untier, wird auch der Grüffelo von der Maus überlistet.

Wie oft wurde der zentrale Reim wohl schon vorgelesen? „O Schreck, o Graus, ich fürcht mich so, / es gibt ihn doch, den Grüffelo!“ – so heißt es beim Erscheinen des Monsters.
Seit 1999 gibt es den Grüffelo und er ist höchst erfolgreich. Weltweit wurde das Kinderbuch von Julia Donaldson in mehr als 100 Sprachen und Dialekte übersetzt. Mehr oder weniger furchteinflößend, jedoch liebevoll von Axel Scheffler illustriert, zählt der Grüffelo gemeinsam mit Grüffelo-Kind und weiteren Figuren seit mehr als 25 Jahren zum Bilderkosmos von Donaldson und Scheffler. Verspielt und bunt erzählen sie von Mut, Selbstvertrauen, dem Überwinden von Ängsten, von Freundschaft und Zusammenhalt. Die Sprache ist einfach und gereimt. In der Ausstellung zeigen rund 70 originale Illustrationen, Skizzen und vorbereitende Arbeiten das Entstehen dieser Welten.

Vor dem Grüffelo arbeitete das Kreativduo Donaldson-Scheffler bereits sieben Jahre zusammen. Die Ideen für die gemeinsamen Bücher entwickelt Julia Donaldson und formt sie zu rhythmischen Texten mit refrainartigen Wiederholungen. Über den Verlag erhält Axel Scheffler die Manuskripte und lässt sich dann zu seinen Bildern inspirieren. Oft bilden Außenseiterfiguren die Helden der Geschichten, wie ein lebendiger Zweig in „Stockmann“ oder eine clevere Ente, die den diebischen „Räuber Ratte“ austrickst. Spielerisch wird dadurch die Zuversicht vermittelt, dass auch diejenigen, die nicht den gängigen Normen entsprechen, Wertschätzung erfahren können. Oft führen überraschende Wendungen zum Kern der Geschichte.

Axel Schefflers farbenfrohe Bilder wirken dabei einfach, sind aber ausgeklügelt. Das zeigt die Entwicklung der Figur des Grüffelos, wie sie in der Ausstellung nachgezeichnet ist. Ursprünglich war er deutlich bedrohlicher gestaltet, bevor ihm Axel Scheffler sein markantes und gutmütiges Erscheinungsbild mit den charakteristischen orangefarbenen Augen verlieh. Mitmach-Stationen zum Lesen, Hören, Spielen und kreativen Gestalten ergänzen die Originale der Ausstellung.

Über Julia Donaldson

Julia Donaldson, geboren 1948 in London, lebt als freie Schriftstellerin mit ihrer Familie in Sussex. Sie studierte Theaterwissenschaften und Französisch an der University of Bristol und arbeitete danach als Lektorin, Journalistin und Lehrerin. Schon als Kind liebte sie Gedichte und dachte sich eigene Theaterstücke aus. Jahre später, nach dem Studium, tourte sie dann mit ihrem Mann Malcolm als Straßenmusiker durch Europa. Seitdem schreibt sie eigene Lieder, damals für das Kinderfernsehen. Ihre Karriere als Autorin begann mit dem Lied »A Squash and a Squeeze«, das sie 1993 auch als Bilderbuch veröffentlichte – mit Bildern von Scheffler (dt. »Mein Haus ist zu eng und zu klein«). Seither hat sie zusammen mit dem Illustrator Axel Scheffler zahlreiche Bilderbücher veröffentlicht, darunter auch der Bestseller »Der Grüffelo«, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt und in England mit dem renommierten Smarties Prize ausgezeichnet wurde. »Donaldson und Scheffler gehören zu den Größten der Kinderbuchliteratur.« Süddeutsche Zeitung

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Über Axel Scheffler

Axel Scheffler wurde 1957 in Hamburg geboren und lebt heute als Illustrator in London. Er studierte Kunstgeschichte in Hamburg, gewann (nach eigenen Vita-Angaben) 1978 bei einem Zeichenwettbewerb eine lila Plüschkuh, 1981 ein Kopfkissen (mit Entendaunen) und absolvierte 1982 bis 1985 ein Grafik-Studium im englischen Corsham bei Bath. Seine Cartoons, Illustrationen und satirischen Gelegenheitsbilder sind mit rätselhaften Tieren garniert, dazu lebensnah mit Affen, Hühnern, Schweinen, Hasen und dicknasigen Personen unterschiedlicher Herkunft. Als er noch klein war, wollte er Tierforscher werden - was er denn wohl auf seine Art geworden ist. Gibt es für ihn Vorbilder? Er sagt gern, wen er besonders mag: natürlich Saul Steinberg, auch Tomi Ungerer, Sempé, Edward Gorey, William Steig.

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