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Ziel dieses Artikels ist es, die Anwendungspraxis von Aufenthaltsverhaltsverboten nach § 29 Abs. 2 ASOG Bln im Görlitzer Park/Wrangelkiez in Berlin mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse basierend auf qualitativen Interviews und Dokumenten zu erforschen. Dabei werden Ansätze aus der kritischen Polizeiforschung sowie rassismuskritische und intersektionale Perspektiven verwendet, um die Konstruktions- und Ordnungsmuster der polizeilichen Verdrängungspraktiken und Raumproduktionen zu untersuchen. Die zentralen Ergebnisse der Forschung sind: 1) Die zunehmende Erteilung von Aufenthaltsverboten ist eingebettet in Verräumlichungsprozesse, die der ‚Kriminalität‘ und ‚Gefahr‘ einen spezifischen Raum zuschreiben. Raumbezogen Präventivmaßnahmen werden zum polizeilichen Modus Operandi. 2) Die polizeilichen Ausschlüsse durch Aufenthaltsverbote werden beeinflusst durch (kolonial-)rassistische und klassenspezifische Muster, die in der Folge einen Raum europäischen, bürgerlichen Weißseins herzustellen versuchen. 3) Über die Versicherheitlichung von gesellschaftlichen Marginalisierungsprozessen wird die Bekämpfung von ‚Drogenkriminalität‘ zu einem Vehikel örtlicher Gentrifizieungsprozesse. \nThis paper aims to examine the implementation of area bans (Aufenthaltsverbote) by the police in Görlitzer Park/Wrangelkiez in Berlin. Drawing on critical police research and intersectional perspectives, the study explores the underlying patterns of cons-truction and order that inform police displacement practices and spatial productions. The key findings of the research are as follows: 1) The increasing use of area ban is part of a broader spatialization process that associates specific spaces with ‘cr-minality’ and ‘danger.’ Consequently, area bans become a prevalent policing strategy in these areas. 2) The construction and enforcement of area bans by the police are influencedby (colonial-)racist and class-specificpatterns of order and construction, aiming to establish a space of European, middle-class whiteness. 3) The securitiza-tion of social marginalization processes and the targeting of ‘drug crime’ enable the police to contribute to the gentrification of the area thereby aligning with the broader political agenda of liberal order-building
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