Das bewegte Leben des Rabbiners Zvi Asaria, der 1913 im Banat als Hermann Helfgott geboren wurde, ist untrennbar mit der deutschen Geschichte verwoben. Auf seine Jugend und sein Studium in Sarajevo, Wien und Budapest sowie den Militärdienst im Zweiten Weltkrieg in der jugoslawischen Armee folgte zwischen 1941 und 1944 die Kriegsgefangenschaft in den Offizierslagern bei Nürnberg-Langwasser und Osnabrück-Eversburg. Nach der Befreiung wirkte Asaria von 1945 bis 1948 als Rabbiner im Displaced-Persons-Camp Bergen-Belsen und als Oberrabbiner der britischen Besatzungszone. 1948 wanderte er nach Israel aus, kehrte aber schon 1953 nach Deutschland zurück; dort wirkte er als Gemeinderabbiner in Köln und ab 1967 als Landesrabbiner von Niedersachsen entscheidend beim Wiederaufbau jüdischen Lebens in der Bundesrepublik mit. Auch nach seiner endgültigen Rückkehr nach Israel (1971) blieb Asaria bis ins hohe Alter ein Pionier des jüdisch-christlichen Gesprächs nach 1945, ein streitbarer Geist in innerjüdischen Debatten und ein ständiger Mahner, die Erinnerung an den Holocaust in der deutschen Gesellschaft zu verankern.
Sebastian Musch, Dr. phil., ist Alfred Landecker Lecturer am Historischen Seminar und Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.
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