Skandal und Praxis statt Gleichheit und Diskurs
Skandal und Praxis statt Gleichheit und Diskurs
9,98 €
| Produktnummer: | ZP2403335 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 10.06.2024 |
| Umfang: | 16 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
In der erziehungswissenschaftlichen Diskussion fungiert ‚Gleichheit‘ zumeist als begriffliche Kontrastfolie zu empirischen Befunden der Ungleichheit. In der Auseinandersetzung mit den pädagogischen Schriften des Politikers und Pädagogen Edwin Hoernle (1883–1952) wird in diesem Beitrag ein Fall erschlossen, dessen Verhältnis zur gesellschaftlichen Ungleichheit anders gelagert ist und ohne ein kommunistisch geprägtes Verständnis von Gleichheit nicht möglich wäre. Allerdings zeigt die Begegnung mit Hoernle, dass dessen Pädagogik ohne expliziten Bezug auf Gleichheit auskommt, dafür aber verschiedene systematisch interessante Bewegungen vollzieht, die den Ausgangspunkt für die weitere Analyse bilden. In dieser werden begriffliche Anschlüsse an Latour, Hegel und Rancière erprobt, um ein begriffliches Instrumentarium zu gewinnen, das die Spannungsfelder von Fakt und Fiktion sowie von konkreter und abstrakter Gleichheit umreißt und damit systematische Problemstellen verdeutlicht, welche die pädagogische Indienstnahme des Gleichheitsmotivs organisieren. \nIn the educational science debate, equality usually functions as a conceptual contrast to empirical findings of inequality. By examining the pedagogical writings of the politician and educationalist Edwin Hoernle (1883–1952), this article explores a case whose relationship to social inequality is different and would not be possible without a communist-influenced understanding of equality. However, the encounter with Hoernle shows that his pedagogy manages without an explicit reference to equality, but instead undertakes various systematically interesting movements that form the starting point for further analysis. In this analysis, conceptual connections to Latour, Hegel and Rancière are tested in order to gain a conceptual toolkit that outlines the areas of tension between fact and fiction as well as between concrete and abstract equality and thus clarifies systematic problem areas that organise the pedagogical use of the equality motif.
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