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Welche Rolle spielt Wissenschaft in der Gesellschaft? Beschreibt sie als neutrale Instanz, objektiv und unberührt von gesellschaftlichen Veränderungen, ihre Gegenstände oder gestaltet sie als Akteurin die Felder der Migrations- und Sozialpolitik aktiv mit? Wie wird Wissen produziert – und mit wem? Der Band »Transformativ forschen« versammelt kritische Reflexionen von Forschungen, die Wissen nicht nur über, sondern mit Menschen produzieren: mit kommunalen Verwaltungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Geflüchteten, Inhaftierten und von Armut betroffenen Familien. Die Beiträge zeigen, wie an unterschiedlichen Orten – in Kommunalverwaltungen, sozialen Organisationen, Reallaboren, Museen und Gefängnissen – Formen der Wissensproduktion erprobt werden. Kollaborative und transformative Forschung ist voraussetzungsvoll: Wer bestimmt die Agenda? Wie werden Machtasymmetrien bearbeitet? Was passiert, wenn Projekte enden, aber Probleme bleiben? Wer hat überhaupt die Ressourcen, sich zu beteiligen? Der Band thematisiert die Spannungsfelder zwischen wissenschaftlichen Systemlogiken, den Eigenlogiken von Verwaltung und Organisationen im Dritten Sektor und den Bedürfnissen marginalisierter Gruppen. Er bietet keine fertigen Rezepte, sondern Orientierung durch kritische Auseinandersetzung mit dem, was möglich ist – und was nicht.
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