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Der Beitrag wendet sich dem Sprechen im Anspruch der Diskriminierungskritik von Teilnehmer:innen einer Lehrkräftefortbildung zu. Der Umgang mit diskriminierenden Schimpfworten tritt in diesem als pädagogische Herausforderung hervor, die ein Aushandeln von Interventionsmöglichkeiten einfordert. In den Rekonstruktionen des empirischen Materials wird die Bedeutsamkeit von Kategorien wie (Ir-)Rationalität und Wut deutlich. Pädagogische Interventionsmöglichkeiten, die im Zuge des Sprechens der Fortbildungsteilnehmer:innen entfaltet werden, werden dabei eng an Fragen persönlicher Verletzbarkeit und pädagogischer Verantwortung geknüpft. Vor dem Hintergrund der Rekonstruktionen wird im Beitrag die Frage aufgeworfen, inwiefern die Thematisierung von Verletzbarkeit jenseits eines an Souveränität und Rollenförmigkeit orientierten pädagogischen Tuns zur De-Immunisierungsstrategie werden kann und sollte, die darauf zielt, für Leid anderer empfänglich(er) zu werden. \nThe article explores the speech in the claim of discrimination criticism of teacher training participants. Dealing with discriminatory swear words emerges as a pedagogical challenge that demands a negotiation of intervention possibilities. In the reconstructions of the empirical material, the significance of categories such as (ir-) rationality and anger becomes apparent. Pedagogical intervention possibilities that unfold in the participants’ speech acts are thereby closely linked to questions of personal vulnerability and pedagogical responsibility. Against the background of the reconstructions, the article raises the question to what extent the thematization of vulnerability can and should become a de-immunization strategy that goes beyond a role-based pedagogical action oriented towards sovereignty. This strategy aims to develop sensitivity to the suffering of others.
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