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Jahrgangsklassen in Pflichtschulsystemen sind heute ubiquitär. Sie haben sich auf breiter Basis weltweit als grundlegende Organisationseinheit der Schulen durchgesetzt. Der Beitrag diskutiert Elemente einer historisch informierten Konzeptualisierung von Jahrgangsklassen, besonders für den Massen- bzw. Pflichtschulbereich. Es werden dabei gängige Thesen zur Entstehung und Durchsetzung von Jahrgangsklassen historiographisch überprüft. Des Weiteren wird eine Konzeptualisierung von Jahrgangsklassen im Anschluss an gouvernementalitätstheoretische Perspektiven skizziert, die die Durchsetzung von ‚Alter‘ als Ergebnis eines approximativen Kalküls charakterisiert. Insgesamt verschiebt die Konzeptualisierung von Jahrgangsklassen die pädagogische Aufmerksamkeit auf kollektive Phänomene und Fragen der Gleichheit, die im Individualismus der deutschsprachigen pädagogischen Semantik weniger thematisiert werden.
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