Ob Erziehungstipps und Modeinspirationen, Rezeptideen, Lieblingscafés oder originell inszenierte Kindergeburtstage: Auf ihren Blogs entwerfen Mombloggerinnen digitale Bilder eines ›authentischen‹ Mutteralltags. Sie verarbeiten und vermarkten persönliche Erfahrungen und Erlebnisse als Mütter ästhetisch und machen Mutterschaft auf diese Weise zum Ausgangspunkt ihrer beruflichen Tätigkeit.
Die ethnografische Kulturanalyse von Petra Schmidt gibt Einblicke in die ästhetische Arbeit von Mombloggerinnen aus der sogenannten Creative Class. Vor dem Hintergrund maternaler Leitbilder beleuchtet sie Motive und Repräsentationen von Mompreneurs, Facetten ästhetischer Arbeitspraktiken sowie Ambivalenzen, die entstehen, wenn Mutterschaft im Rahmen postfordistischer Erwerbslogiken zur ›authentischen‹ Ware wird.
Die Studie leuchtet aus, inwiefern Mütter in einer Ökonomie der Sinne versuchen, Arbeit und Care-Alltag kreativ zu vereinbaren, um sich und den Status Mutterschaft gesellschaftlich stärker zu positionieren – durch die Suche nach maternaler Selbstverwirklichung und Professionalisierung, die Inszenierung von Authentizität, die Bildung von Konkurrenzdruck und Solidarität sowie das Ausloten von Grenzen des Selbstvermarktens
und der Vermarktung anderer.
Petra Schmidt, Dr. phil., war bis 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist derzeit an der Katholischen Universität Eichstätt/Ingolstadt beschäftigt.
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Die ethnografische Kulturanalyse von Petra Schmidt gibt Einblicke in die ästhetische Arbeit von Mombloggerinnen aus der sogenannten Creative Class. Vor dem Hintergrund maternaler Leitbilder beleuchtet sie Motive und Repräsentationen von Mompreneurs, Facetten ästhetischer Arbeitspraktiken sowie Ambivalenzen, die entstehen, wenn Mutterschaft im Rahmen postfordistischer Erwerbslogiken zur ›authentischen‹ Ware wird.
Die Studie leuchtet aus, inwiefern Mütter in einer Ökonomie der Sinne versuchen, Arbeit und Care-Alltag kreativ zu vereinbaren, um sich und den Status Mutterschaft gesellschaftlich stärker zu positionieren – durch die Suche nach maternaler Selbstverwirklichung und Professionalisierung, die Inszenierung von Authentizität, die Bildung von Konkurrenzdruck und Solidarität sowie das Ausloten von Grenzen des Selbstvermarktens
und der Vermarktung anderer.49