„Wir sind keine Erbschutzbehörde“
„Wir sind keine Erbschutzbehörde“
9,98 €
| Produktnummer: | SP2402140 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 27.09.2024 |
| Umfang: | 21 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Eine mit einem behördlichen Eingriffsinstrumentarium ausgestattete Instanz der Problemarbeit ist der Schweizer Erwachsenenschutz. Zu seinem Alltag gehören erwachsenenschutzrechtliche Verfahren in Bezug auf ältere Personen, die als schutzbedürftig gelten. In einer sogenannten Sachverhaltserforschung wird zu eruieren versucht, ob bei diesen Personen ein „Schutzbedarf“ aufgrund eines „Schwächezustands“ vorliegt. Bei diesen beiden Konzepten handelt es sich um unbestimmte Rechtsbegriffe, die im Zuge von „Problemarbeit“ einer fallspezifischen Konkretisierung bedürfen. An einem Fallbeispiel rekonstruieren wir aus ethnografischer Perspektive, wie der „Schutzbedarf“ einer betroffenen älteren Frau im Rahmen eines erwachsenenschutzrechtlichen Verfahrens hergestellt und ihr „Fall“ damit für entsprechende Maßnahmen anschlussfähig gemacht wird. \nThe Swiss adult protection system as an agency of “social problems work” is equipped with a range of official instruments for intervention. Its day-to-day-work includes adult protection proceedings relating to older people who are considered to be in need of protection. In a so-called fact-finding procedure (assessment), the aim is to determine whether these persons have a “need for protection” due to a “state of weakness”. These two concepts are undefined legal terms that require case-specific concretisation in the course of “social problems work”. Using a case study, we reconstruct from an ethnographic perspective how the “need for protection” of an affected older woman is established in the context of an adult protection proceeding and how her “case” is thus made suitable for corresponding measures.
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