Wie wurde das Konzept bzw. der Frame »Verantwortung« seit 1990 in zentralen außen- und sicherheitspolitischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland verwendet? Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Debatten um den Zweiten Golf-Krieg, den Kosovo-Krieg, den Afghanistan-Einsatz nach dem 11. September 2001 und die Waffenlieferungen an die Ukraine 2022. Dabei interessiert Swantje Köhler nicht zuerst, ob eine bestimmte politische Entscheidung – für oder gegen militärisches Handeln – richtig war, sondern wie diese als verantwortliches Handeln legitimiert wurde. Dabei zeigt sich: »Verantwortung« ist ein hochgradig anschlussfähiger Begriff, mit dem sehr unterschiedliche, teils gegensätzliche Positionen legitimiert werden können. Mithilfe diskurslinguistischer, korpuslinguistischer und frame-semantischer Verfahren rekonstruiert die Studie historisch wiederkehrende Muster der Verantwortungszuschreibung: Deutschland erscheint etwa als historisch »belasteter« Staat, als »Friedensmacht«, als Bündnispartner, als »normaler« Akteur oder als »Führungsnation«. So kann Köhler zeigen, dass »Verantwortung« nicht nur politisches Handeln legitimiert, sondern zugleich das außenpolitische Selbstverständnis Deutschlands nach 1990 prägt.
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
1. Auflage
Bindeart: Hardcover Format: 153 x 235 x 153 mm Umfang: ca. 500 Seiten
Aus der Reihe: Kontroverse Diskurse
e0000000000000000000000000337912»Zeitenwenden« der Verantwortunghttps://beltz.de/zeitenwenden-der-verantwortung/CAM52334https://beltz.de/media/ed/e1/56/1741704145/dummy_image.jpegInStock89EURCAM52334e0000000000000000000000000337912HardcoverBundeswehr, Bundeswehr-Einsätze, Frame-Semantik, Außenpolitik, Waffenlieferungen an die Ukraine 2022, Bundesrepublik Deutschland, Zweiter Golf-Krieg, Zeitgeschichte, politische Sprache, Afghanistan-Einsatz nach dem 11. September 2001, Open Access, Diskursanalyse, Kosovo-Krieg, VerantwortungKontroverse Diskurse1. Auflage 978-3-593-52334-7Außenpolitische Debatten seit 1990KöhlerSwantje KöhlerHardcover{"extensions":[],"displayParent":false,"mainVariantId":"e0000000000000000000000000337912","configuratorGroupConfig":null,"displayCheapestVariant":false,"displayMainVariant":true}truetrueAußenpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Bundeswehr, Diskursanalyse, Zeitgeschichte, Bundeswehr-Einsätze, politische Sprache, Frame-Semantik, Verantwortung, Zweiter Golf-Krieg, Kosovo-Krieg, Afghanistan-Einsatz nach dem 11. September 2001, Waffenlieferungen an die Ukraine 2022, Open Accesse0000000000000000000000000338547Parent Group: »Zeitenwenden« der Verantwortung0https://beltz.de/detail/e0000000000000000000000000338547https://beltz.de/media/ed/e1/56/1741704145/dummy_image.jpegOutOfStockPARENT_338547e0000000000000000000000000338547{"extensions":[],"displayParent":false,"mainVariantId":"e0000000000000000000000000337912","configuratorGroupConfig":null,"displayCheapestVariant":false,"displayMainVariant":true}truetrue/Startseite/Startseite/Wissenschaft/Startseite/Wissenschaft/Geschichtee0000000000000000000000000000296e0000000000000000000000000000302e0000000000000000000000000000361e0000000000000000000000000118172e0000000000000000000000000000296e0000000000000000000000000118172e0000000000000000000000000000302CampusWie wurde das Konzept bzw. der Frame »Verantwortung« seit 1990 in zentralen außen- und sicherheitspolitischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland verwendet? Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Debatten um den Zweiten Golf-Krieg, den Kosovo-Krieg, den Afghanistan-Einsatz nach dem 11. September 2001 und die Waffenlieferungen an die Ukraine 2022. Dabei interessiert Swantje Köhler nicht zuerst, ob eine bestimmte politische Entscheidung – für oder gegen militärisches Handeln – richtig war, sondern wie diese als verantwortliches Handeln legitimiert wurde. Dabei zeigt sich: »Verantwortung« ist ein hochgradig anschlussfähiger Begriff, mit dem sehr unterschiedliche, teils gegensätzliche Positionen legitimiert werden können. Mithilfe diskurslinguistischer, korpuslinguistischer und frame-semantischer Verfahren rekonstruiert die Studie historisch wiederkehrende Muster der Verantwortungszuschreibung: Deutschland erscheint etwa als historisch »belasteter« Staat, als »Friedensmacht«, als Bündnispartner, als »normaler« Akteur oder als »Führungsnation«. So kann Köhler zeigen, dass »Verantwortung« nicht nur politisches Handeln legitimiert, sondern zugleich das außenpolitische Selbstverständnis Deutschlands nach 1990 prägt.
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