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Wolfgang Wahl versteht im vierten Beitrag Jugendarbeit in offenen Einrichtungen als Atmosphärenarbeit und nähert sich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit mit dieser für das Praxisfeld bislang ungewöhnlichen Sichtweise. Dabei stützt er sich auf Befunde eines Forschungsprojekts in Nürnberger Einrichtungen, in dessen Rahmen insbesondere Interviews mit Mitarbeitenden geführt wurden. Der Autor versteht unter Atmosphären räumliche oder situative Umgebungen, die in besonderer Weise die Sinne ansprechen und spezifische Gefühle hervorrufen. Wahl betont den Anregungscharakter der betont familiären, sozialen, verständnisvollen und auf Gewaltfreiheit zielenden Atmosphäre in den Jugendhäusern. Nach seinen Befunden gibt es in Jugendhäusern eine Atmosphäre der Akzeptanz und verstehenden Lebensweltnähe. Die in diesen Häusern geleistete Beziehungsarbeit beruhe auf Kenntnissen der Mitarbeitenden von den Sprachcodes der Jugendlichen, ihrem Musikgeschmack, ihren Vorlieben beim Essen und bei der Freizeitgestaltung, von ihren Verwandtschaftsverhältnisse, ihren Umgangsformen, aber auch von ihren kulturellen Unterschieden oder biographischen Verläufen. Alles das schaffe eine Atmosphäre der Vertrautheit. Der Autor beschreibt aber auch Störungen der familiären Atmosphäre und wie in der OKJA damit umgegangen wird.
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