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Die Lebensbedingungen im Kontext prekärer Arbeit folgen einer Systematik: relative Rechtlosigkeit und ökonomische Ausbeutung sind verbunden mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung und fehlender gesellschaftlicher Teilhabe. Betroffene sind marginalisiert. In der prekären Prostitution, in der vor allem Menschen mit Migrationshintergrund tätig sind, zeigen sich zudem spezifische Herausforderungen und Probleme. Ausgehend von der praktischen Arbeit mit Betroffenen wirft FIM in diesem Beitrag einen Blick auf die asymmetrischen Machtverhältnisse und strukturellen Ausgrenzungsmechanismen, in denen prekär in der Prostitution Tätige leben. Hierzu zählen die Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit, sexuelle Fremdbestimmung und gesellschaftliche Diskriminierung. Thematisiert werden Fragen zu Freiwilligkeit und Zwang. Der Diskurs um Prostitution wird selten sachlich geführt. Er ist gesellschaftlich stark moralisch aufgeladen und wird dramatisierend diskutiert. Polarisierend stehen sich Stimmen „pro Sexarbeit“ auf der einen und „pro Sexkaufverbot“ auf der anderen Seite gegenüber. FIM setzt sich mit vielfältigen Arbeitsansätzen dafür ein, in diesem komplexen Spannungsfeld die Betroffenen effektiv zu unterstützen und politische Herausforderungen zu formulieren.
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