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Im dritten Beitrag setzt Kai Dietrich seine Ausführungen zu ausgrenzenden Alltagserzählungen junger Menschen und zu einer daran anschließenden rassismuskritischen Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum fort; auch dieser Beitrag schließt an das Maiheft an. Der Autor stellt zunächst dar, wie Fachkräfte in der Jugendarbeit Jugendliche mit rassistischen oder rassismusaffinen Einstellungen wahrnehmen. Beispielsweise stellen sie fest, dass Konflikte zwischen Gruppen geschlechtlich und rassistisch aufgeladen werden. Für die Fachkräfte sei es sehr herausfordernd, Jugendliche, die vor Ort rassistischen Affinisierungsprozessen ausgesetzt seien, mit diskriminierungs- und rassismuskritischen Interventionen zu erreichen und kontrastierende Erfahrungen zu ermöglichen. Der Autor geht davon aus, dass die Fachkräfte in der Jugendarbeit für das strategische Einflechten demokratischer, rassismuskritischer Positionen in die Alltagspraxis genaue Einblicke in jugendliche Deutungsmuster und Alltagszusammenhänge benötigen. Er stellt solche Mentalitätsstrukturen dar und zieht daraus Schlüsse für die pädagogische Praxis.
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