Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Der Beitrag entwickelt das transaktionsanalytische Genogramm (TAG) als kontextbewusste Verbindung systemischer Genogrammarbeit und transaktionsanalytischer Skripttheorie. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass klassische Skriptarbeit in der Praxis leicht auf dyadische Eltern-Kind-Konstellationen verengt bleibt, während Genogramme zwar multigenerationale Zusammenhänge sichtbar machen, jedoch nicht immer transaktionsanalytisch vertieft werden. Das TAG wird als heuristische Arbeitskarte eingeführt, die Beziehungslinien, Rollenketten, Skriptbotschaften, Loyalitätsachsen und Kontextmarker zusammenführt. Der Beitrag greift insbesondere Impulse von Massey, Comey und Just zur Verbindung von Genogramm und Skriptmatrix, Hildenbrands rekonstruktives Verständnis von Genogrammarbeit, Musiccos vierphasige Prozesslogik sowie Noriega Gayols transgenerationalen Zugang auf und führt diese in einem integrativen Modell weiter. An einer Fallvignette wird gezeigt, wie ein gegenwärtiges Belastungsmuster als Knotenpunkt biografischer, relationaler und gesellschaftlicher Linien lesbar werden kann. Abschließend werden Nutzen, Grenzen und ethische Anforderungen des TAG für Beratung, Therapie, Bildung und Supervision diskutiert.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...