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Der Beitrag beschäftigt sich mit den Veränderungen in der Bezeichnungspraxis für Sinti:zze und Rom:nja und der Persistenz der über die Minderheit kommunizierten antiziganistischen Aussagen. Nach einer konzeptionellen Reflexion, welche die Grenzen einer auf Ersetzung problematischer Wörter (hier: Zigeuner) gerichteten Verschiebung der Grenzen des Sagbaren diskutiert, wird in einer empirischen Analyse untersucht, wie Veränderungen in der Sprachpraxis mit der Kontinuität marginalisierender Thematisierungsweisen korrelieren. Die Analyse zeigt, dass erfolgreiche Interventionen zur Nichtsagbarkeit diskriminierender Bezeichnungen einen wichtigen Erfolg darstellen, aber nicht notwendigerweise mit einer Verschiebung des ›Sagbaren‹, ›Denkbaren‹ und ›Vorstellbaren‹ mit Blick auf marginalisierte Gruppen einhergehen. Daher ist eine differenzierte Analyse sowie politische Problematisierung diskursiver Muster geboten.
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