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Die Überlebensstrategien traumatisierter Kinder und Jugendlicher in (teil-)stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind für die Mitarbeitenden belastend und führen zu Überforderung. Regeln sind in der Heimpädagogik die Reaktion. Die erwartbare Nichteinhaltung der Regeln führt zu Strafen und Konsequenzen. Eskalationsspiralen können entstehen, wenn auf die Unwirksamkeit von Strafen mit noch mehr Regeln und härteren Strafen reagiert wird, um erlebte Ohnmacht mit pädagogischen Machtpositionen zu kompensieren. Bezugswissenschaften und Konzepte der Traumapädagogik werden in diesem Artikel herangezogen und es wird ein Konzept beschrieben, wie der Umgang mit Regeln und Strafen traumasensibel und bindungsfördernd gestaltet werden kann. Dabei werden Strukturen und Regeln differenziert und Regeln in unterschiedlichen Ebenen betrachtet. Die Haltung der Fachkräfte und die Bedeutung von Würde und Ethik im Umgang mit Regeln und Strafen werden betont. Durch das beschriebene Konzept wird das Erleben von Selbstwirksamkeit der Kinder und der Fachkräfte gestärkt.
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