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Der Beitrag integriert eine medien- und organisationspädagogische Perspektive auf das Leben und Aufwachsen mit unpersönlichen Systemen. Organisationen sind zentrale Strukturen der modernen Gesellschaft und einflussreiche Akteure der Sozialisation, Erziehung und Bildung. Wichtige Phasen der Subjekt- und Personenbildung finden in und durch Organisationen vermittelt statt. Als ubiquitäres Element des Alltags werden Organisationen nicht zuletzt über ihre Darstellung in Massenmedien soziale Realität. Unzählige mediale Inszenierungen sind von den strukturellen Logiken und regelhaften Abläufen in Organisationen geprägt. Aus der Vielzahl medialer Darstellungen organisationaler Verhaltenserwartungen und Handlungsimperative leitet sich die Frage ab, welche zentralen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse für die Teilnahme an Organisationen und die Teilhabe in Demokratien erforderlich sind. Hierfür wird das Konzept des Organisationshabitus vorgeschlagen und mit dem des medialen Habitus relationiert. Der Beitrag schließt mit der Konturierung eines Theorieprogramms für die Analyse erziehungswissenschaftlicher Probleme im Umgang mit unpersönlichen Regelsystemen in der digitalen Gesellschaft.
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