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Der Artikel untersucht digitale Bildungsdokumentation in Kindertageseinrichtungen und ihre ambivalenten Wirkungen zwischen pädagogischer Reflexion und medialer Darstellung. Digitale Plattformen verändern Arbeitsprozesse, Kommunikationsformen und professionelle Selbstverständnisse. Einerseits werden sie mit Transparenz, Effizienz und Elternbeteiligung verbunden, andererseits erzeugen sie Zeitdruck, neue Vergleichsdynamiken sowie eine stärkere Orientierung an Sichtbarkeit und Ästhetik. Pädagogische Praxis wird zunehmend durch plattformtypische Logiken wie Aktualität, Visualisierung und Darstellbarkeit geprägt. Diese Entwicklung wird hier als ‚Instagramisierung‘ beschrieben. Damit gehen ethische Spannungen in Bezug auf Datenschutz, Kinderrechte und die Grenzen legitimer Sichtbarkeit einher. Die Digitalisierung der Dokumentation erweist sich somit als tiefgreifender Strukturwandel pädagogischer Praxis mit nachhaltigen Folgen.
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