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Pädagogisch-psychologische Forschung hat wiederholt gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler im schulischen Alltag nicht selten Ungerechtigkeit erleben. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung von schulischen (Un-)Gerechtigkeitserfahrungen, oder hier genauer subjektiv als ungerecht erlebtes Verhalten der LehrerInnen, und gibt einen Überblick über die einschlägige pädagogisch-psychologische Forschung. Diese Forschung zeigt, dass (Un-)Gerechtigkeitserfahrungen so zentrale Themen wie Leistung und Leistungsmotivation, Sozialverhalten in und außerhalb der Schule, Selbstwirksamkeit und den Glauben an die Erreichbarkeit persönlicher Ziele sowie das schulische und allgemeine Wohlbefinden betreffen. Die Darstellung dieser Forschung orientiert sich an der Gerechtigkeitsmotivtheorie als theoretischem Rahmenkonzept zur Erklärung der Bedeutung schulischer (Un-)Gerechtigkeitserfahrungen. Dabei wird der Gerechte-Welt-Glaube als zentrales Persönlichkeitsmerkmal für die Erklärung gerechtigkeitsthematischer Reaktionen aufgefasst. Wir argumentieren weiterhin, dass (Un-)Gerechtigkeitserfahrungen vor allem auf einer experientiellen Ebene verarbeitet und intuitiv verhaltenswirksam werden. Als entscheidend erwies sich im schulischen Kontext das Verhalten von LehrerInnen im direkten Umgang mit Schülerinnen und Schülern und damit Aspekte der interaktionalen und prozeduralen Gerechtigkeit.



Inhalt:

1. Einführung

2. (Un-)Gerechtigkeitskognitionen im schulischen Kontext

3. Die Bedeutung schulischer Gerechtigkeitserfahrungen

4. Konsequenzen und Implikationen schulischer (Un-)Gerechtigkeitserfahrungen

5. Forschungsausblick

6. Erziehungswissenschaftliche Bedeutung

Literatur
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