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In diesem Beitrag werden die impliziten und expliziten Thematisierungen von Inklusion in Lehrplantexten sowie die damit assoziierten Werte untersucht. Der Datenkorpus besteht aus den Texten zu den Bildungs- und Erziehungszielen in den Lehrplänen Bayerns. Diese Texte wurden inhaltsanalytisch und anhand zweier deduktiver Kategoriensysteme mittels Doppelcodierung untersucht. Damit wurde die implizite wie die explizite Nennung von Inklusion als Thema empirisch zugänglich. Im Ergebnis zeigt sich zuvorderst, dass Inklusion überwiegend mit Werten assoziiert wird. Dabei dominiert die Verknüpfung mit Werten sozialer Gerechtigkeit. Darüber hinaus resultieren aus der Analyse vier unterschiedliche Inklusionsprofile, die wiederum mit den Schularten assoziiert werden. Die Befunde stützen andere Beschreibungen des untersuchten Schulsystems als strukturpersistent im Umgang mit Inklusion. Sie machen deutlich, dass Leistungs- und Teilhabegerechtigkeit im Kontext von Inklusion als einander ausschließende Werte kommuniziert werden.
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