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Trotz des Fachkräftemangels sind zugewanderte Arbeitskräfte im deutschen Niedriglohnsektor überproportional häufig von prekären Beschäftigungsverhältnissen betroffen. Der Beitrag analysiert anhand einer Interviewstudie die Wechselwirkungen zwischen Teilhabehürden und prekären Arbeitsbedingungen, insbesondere in den Branchen Bau, Fleischindustrie, 24-Stunden-Betreuung und saisonale Landwirtschaft. Im Fokus stehen rechtliche und faktische Hürden am Arbeitsmarkt, bei der sozialen Sicherung und der rechtlichen Durchsetzung von Arbeitsrechten. Diese Teilhabehürden sind nicht nur Ursache, sondern auch Folge prekärer Beschäftigung – ein Teufelskreis, der soziale Aufstiegsmöglichkeiten verhindert und gesellschaftliche Teilhabe untergräbt. Die Annahme, dass Erwerbstätigkeit automatisch Teilhabe bedeutet, ist im Niedriglohnsektor meist nicht haltbar. Eine nachhaltige Arbeitsmarktteilhabe erfordert strukturelle Reformen und verlässliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen.
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