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Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Potenzial psychoanalytisch-pädagogischer Zugänge für die Reflexion der Beziehungsgestaltung in der stationären Jugendhilfe. Ausgehend vom Konzept der Übertragung werden die unbewussten Dynamiken im alltäglichen Beziehungsgeschehen zwischen Jugendlichen und Betreuer*innen untersucht. Die tiefenhermeneutische Interpretation von zwei ethnografischen Beobachtungsprotokollen dreht sich um die Frage von Grenzen und das Verhältnis von Nähe und Distanz und zeigt, wie szenisches Verstehen und die Deutung latenter Sinngehalte zu einer vertieften Reflexion professionellen Handelns beitragen können. Damit plädiert der Beitrag für eine stärkere Berücksichtigung psychoanalytischer Perspektiven in der heutigen Praxis der Jugendhilfe.
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