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Der Artikel analysiert die ab Mitte der 1960er Jahre einsetzende wissenschaftliche Rezeption der Kibbutzerziehung als Reaktion auf die Ausbreitung der frühen Bindungstheorie in der Bundesrepublik. Die Kibbutzim, jene ursprünglich nach zionistischen und sozialistischen Idealen gegründeten Landwirtschaftssiedlungen, galten dem Großteil ihrer westdeutschen RezipientInnen als Nachweis der grundsätzlichen Möglichkeit einer schadlosen außerfamilialen Sozialisation. Vor dem Hintergrund bisher wenig beleuchteter Aspekte der angloamerikanischen Diskussion um Kibbutzim und frühe Bindungstheorie werden westdeutsche Spezifika ebenso wie die Einflüsse auf die Konzeption früher außerfamilialer Tagesbetreuung herausgearbeitet.
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