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Dieser Beitrag beleuchtet das soziale Problem der Ver- und Überschuldung und das entsprechende Hilfeangebot Schuldenberatung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Dabei wird die Bedeutung des Verständnisses der sogenannten Schwachen Nachhaltigkeit mit ihrem Einbezug von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten für die Bekämpfung von Überschuldung hergeleitet. Aus der Entstehungsgeschichte der Schuldenberatung wird deutlich, dass es sich hierbei um ein Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit handelt, das immer schon auf die Befähigung ihrer Zielgruppe zu einem sozial, ökonomisch und ökologisch ausgeglichenen Leben ausgerichtet ist. Jedoch war dieses zentrale Wesensmerkmal in der Zeit der Entstehung des Massenkonsums gesellschaftlich nicht oder nur wenig von Bedeutung, was sich durch den gegenwärtigen Nachhaltigkeitsdiskurs grundlegend gewandelt hat. Die Gefahr besteht, dass die politischen Nachhaltigkeitsforderungen die soziale Spaltung der Gesellschaft verstärken. Die Autoren plädieren für mehr Nachhaltigkeits- und Lebensweltsensibilität in der Beratungspraxis und für rechtliche Änderungen, die in der jetzigen Gestalt Nachhaltigkeitshandeln blockieren.
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