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Literarische Werke sind anerkannt in ihrer Bedeutung für die Bildung. In diesem Beitrag wird anhand des Begriffs der Prägnanz argumentiert, dass sie auch für die (ästhetische) Bildungstheorie bedeutsam sind. Die lateinische Wurzel praegnans des Begriffs weist auf einen Zusammenhang zwischen dem Körperlichen, dem Ästhetischen und dem Sinnvollen hin. In diesem Sinne können prägnante Werke einerseits ästhetische Bildungsprozesse an der Schnittstelle von Körper, Ästhetik und Wissen veranschaulichen und nachvollziehbar machen und dabei diese Schnittstelle beleuchten. Indem Auszüge aus zwei literarischen Werken mit der ästhetischen, phänomenologischen und verkörperten Bildungstheorie sowie philosophischen Reflexionen zur Prägnanz in Dialog gestellt werden, lassen sich drei ästhetische Bildungsprozesse in ihrem Zusammenspiel von Wissen, Ästhetik und Körper beobachten: Erstens der ästhetische Bildungsprozess, eine verfeinerte Sprache für Erfahrung zu finden, zweitens der Prozess der Bildung eines ästhetischen Bewusstseins, sowie drittens der ästhetische Prozess der Herausbildung einer sinnlicheren Wahrnehmung. Von Bedeutung für die (ästhetische) Bildungstheorie sind literarische Werke andrerseits, weil sie in ihrer Vieldeutigkeit Ausgangspunkte für bildungstheoretische Überlegungen bieten. Hierfür werden prägnante Schilderungen aus den literarischen Texten, die Anlass zu bildungstheoretischer Reflexion sein können, präsentiert.
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