Psychoanalytische Traditionen: Siegfried Bernfeld als Beispiel
Psychoanalytische Traditionen: Siegfried Bernfeld als Beispiel
9,98 €
| Produktnummer: | ZFSP2504259 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 21.05.2026 |
| Umfang: | 11 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Jedem Nachdenken über die wichtigsten Vertreter und das zentrale Vermächtnis der psychoanalytischen Tradition im Bereich qualitativer Forschung in der Sozialen Arbeit (resp. Sozialpädagogik) sollte man die Erinnerung voranstellen, dass es um ein Außenseiterthema geht: Es wurde (1.) entwickelt von einer – um gewollt etwas zuzuspitzen – kleinen radikalen Minderheit mutiger Ärzte zumeist jüdischen Glaubens aus Wien, die sich, gegen den Trend eines auf (Selbst-) Verleugnung abstellenden sexualfeindlichen (Spieß-) Bürgertums, für die sexuelle Frage interessierte, für den Zusammenhang von Triebunterdrückung und Neurosenentstehung. Es wurde (2.) vorangetrieben in einem ganz engen, um 1900 von Sigmund Freud eröffneten, im sozialpädagogischen Fachdiskurs erst nach 1918 zu gewisser Wirksamkeit gelangenden Zeitfenster, dem (3.) die nationalsozialistische Bücherverbrennung vom Mai 1933 ein deutlich vernehmbares Finale signalisierte, das dann im deutschen Sprachraum endgültig oder jedenfalls doch für lange Zeit Platz griff mit dem ‚Wiederanschluss‘ Österreichs im März 1938. Was dabei an fortschrittlichen Positionen und interessanten Forschungsfragen unwiederbringlich verloren ging oder allenfalls verspätet, über das Ausland, wieder den Weg zurückfand, vor allem aber natürlich: welche Personen verfolgt, ins Exil getrieben, wenn nicht gar ermordet wurden, sei im Folgenden erläutert, unter Konzentration auf den Fall Siegfried Bernfeld.
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