Publizistische Schulkritik als Gegenstand der Schulforschung
Publizistische Schulkritik als Gegenstand der Schulforschung
9,98 €
| Produktnummer: | ZP2603307 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 17.06.2026 |
| Umfang: | 14 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Das Genre der publizistischen Schulkritik adressiert die bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit und hat einen festen Platz in der Diskussion um Schule und ihre Reform. In solchen Schriften wird einerseits ein Narrativ der Unzulänglichkeit, Unzeitgemäßheit und Rückständigkeit von Schule im Kontext von Krisendiagnosen fortgeschrieben. Andererseits werden in den Texten der publizistischen Schulkritik, bezogen auf gesellschaftliche Herausforderungen, Entwicklungserwartungen und Zukunftsvisionen für den Prozess der Schulreform formuliert. Diese Umstände machen sie zu einem relevanten Gegenstand der Schulforschung, die diesen jedoch häufig von außen kritisch beäugt, ohne sich mit ihr empirisch und systematisch auseinander zu setzen. Der vorliegende Beitrag setzt an diesem Desiderat an und verschiebt die epistemische Perspektive im Anschluss an Rahel Jaeggis Verständnis auf eine immanente Kritik, von der aus gesehen die publizistische Schulkritik nicht per se disqualifiziert und delegitimiert wird. Dazu werden empirisch die Ergebnisse einer Diskursanalyse aktueller Buchveröffentlichungen dargestellt. Systematisch wird nach der Funktion gefragt, die der publizistischen Schulkritik im öffentlichen Diskurs um Schule zukommt. Diese wird abschließend primär in der Erzeugung von Triebkraft für Schulreform sowie in einer seismographischen Bedeutung gesehen.
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